Mittwoch, 20. Februar 2013

Was versteht man unter "Sonstige Betriebskosten" ?

§ 2 der Betriebskostenverordnung enthält eine Liste der umlagefähigen Betriebskosten. Nr. 17 der Liste nennt auch die "Sonstigen Betriebskosten." Bei diesen handelt es sich jedoch nicht um beliebige Kostenarten. Die Vorschrift definiert die Sonstigen Betriebskosten als solche, die zwar nicht unter den übrigen 16 Punkten aufgeführt werden, aber doch der allgemeinen Definition der Betriebskosten in § 1 Betriebskostenverordnung entsprechen. Diese definiert Betriebskosten als Kosten, welche dem Eigentümer durch das Eigentum am Grundstück und Gebäude laufend entstehen. Ausgeschlossen sind Verwaltungskosten sowie Instandhaltungs- und Instandsetzungskosten. Ausgeschlossen ist ferner eine ganze Reihe von Kostenarten, für die die Rechtsprechung im Laufe der Jahre festgestellt hat, dass es sich bei ihnen nicht um umlagefähige Betriebskosten handelt.

Beispiele: Umlagefähig als Sonstige Betriebskosten sind die Kosten für: regelmäßige Reinigung der Dachrinnen (BGH, 7.4.2004, Az. VIII ZR 167/03), Abwasserreinigung, Wartung von Abwasser-Rückstausystemen, Wartung von Alarmanlagen, Wartung von automatischen Tor- und Rolladenschließsystemen, Wartung von Blitzschutzsystemen und von CO2-Warnanlagen in Tiefgaragen, Sicherheitsbeleuchtung von Fluchtwegen, Wartung von Spielplatzgeräten (wenn nicht schon unter "Gartenpflege" abgerechnet), Wartung von Druckerhöhungsanlagen für Löschwasser, Wartung für Rauchabzüge und Feuerlöscher, Allgemeinstrom (z.B. Treppenhausbeleuchtung, elektrischen Tiefgaragentor).

Vermieter sollten unbedingt die sonstigen Kosten im Mietvertrag genau benennen und aufschlüsseln. Es muss sich um regelmäßige und nicht nur um gelegentliche oder einmalige Kosten handeln.


Quelle: Immobilienfachwissen A – Z, Sailer/Grabener/Matzen, 9. Auflage, Grabener Verlag

Dienstag, 19. Februar 2013

Was bedeutet eigentlich Sondereigentum im Immobilienbereich?

Gegenstand des Sondereigentums sind zunächst die jeweiligen Wohnungen (Wohnungseigentum) bzw. die nicht zu Wohnzwecken dienenden Räume (Teileigentum), die in sich abgeschlossen sein müssen (§ 1 und 3 Wohnungseigentumsgesetz WEG). Zum Gegenstand des Sondereigentums zählen darüber hinaus die zu den Räumen gehörenden Bestandteile des Gebäudes, die verändert, beseitigt oder eingefügt werden können, ohne dass das gemeinschaftliche Eigentum oder das Sondereigentum bzw. die Rechte der übrigen Eigentümer beeinträchtigt oder die äußere Gestaltung des Gebäudes verändert wird (§ 5 Abs. 1 und 2 WEG).

Quelle: Immobilienfachwissen A – Z, Sailer/Grabener/Matzen, 9. Auflage, Grabener Verlag

Freitag, 15. Februar 2013

Was ist eine REALLAST?

Eine Reallast belastet ein Grundstück dergestalt, dass dies für wiederkehrende Leistungen des Berechtigten dinglich haftet. Mit einer Reallast können sowohl wiederkehrende Geldleistungen (Erbbauzinsen, Kaufpreisrenten, Überbaurenten) als auch Naturalleistungen (z. B. elektr. Strom, Wärme, Wasser, Bodenerzeugnisse) abgesichert werden. Auch die Absicherung von Pflegeverpflichtungen oder der Unterhaltung eines Gebäudes ist über eine Reallast möglich.

Quelle: Immobilienfachwissen A – Z, Sailer/Grabener/Matzen, 9. Auflage, Grabener Verlag

Donnerstag, 14. Februar 2013

*** INFO ZUM THEMA THEMA RAUCHWARNMELDER - BITTE BEACHTEN ***

In Bayern müssen seit dem 1. Januar 2013 neu gebaute Wohnungen mit Rauchwarnmeldern ausgestattet werden. Für bestehende Gebäude läuft eine Nachrüstpflicht bis zum 31.12.2017.

Dienstag, 5. Februar 2013

Maklerprovision bei Wohnraumvermietung, wenn der Wohnungsvermittler zugleich Hausverwalter ist

Hier wieder eine Info zum Thema Maklerprovision bei Wohnraumvermietung, wenn der Wohnungsvermittler zugleich Hausverwalter ist:
Wenn der Wohnungsvermittler Verwalter der einzelnen Wohnung ist (Sondereigentumsverwalter), darf er vom Mieter keine Maklerprovision verlangen. Ist er dagegen nur Verwalter des Gemeinschaftseigentums (WEG-Verwalter), darf er vom Mieter schon eine Maklercourtage verlangen.

Die Höhe der Maklerprovision bei Vermietung von Wohnraum

Hier noch mal ein paar Richtigstellungen bzgl. der Höhe der Maklerprovision bei Vermietung von Wohnraum.

SACHVERHALT MIETER ZAHLT DIE PROVISION: Die Höhe der Maklerprovision für eine Vermietung ist gesetzlich im Wohnungsvermittlungsgesetz geregelt und darf zwei Nettokaltmieten zuzüglich der Mehrwertsteuer nicht übersteigen.

SACHVERHALT VERMIETER ZAHLT DIE PROVISION: Hier gibt es keine Beschränkung. Wenn der Vermieter den Makler bezahlt, kann der Vermieter durchaus 3 oder 4 Monatsmieten zzgl. Mehrwertsteuer an den Makler bezahlen. Es darf nur nicht im Bereich des Wuchers fallen.

Freitag, 1. Februar 2013

Aktuelle Arbeitslosenzahlen in der Region Ingolstadt zum 31.01.2013

Aktuelle Arbeitslosenzahlen in der Region Ingolstadt:

- Eichstätt: 1,6%
- Pfaffenhofen: 2,6%
- Neuburg: 2,9%
- Ingolstadt: 3,0%
- GESAMTREGION: 2,7%


Quelle: Arbeitsagentur